Wie Baukastensysteme dir helfen (und wo ihre Grenzen liegen)

Wenn man eine Website braucht und das Budget und die Zeit knapp sind, scheinen Baukastensysteme für Websites eine super Lösung zu sein. Kein Programmieren, keine lange Einrichtung und alles schnell gebaut. Klingt super oder? Und das ist es auch. Meine eigenen Websites habe ich immer so gebaut, da es mir an Wissen und Zeit mangelte, wie man mit WordPress eine Seite aufbaut. Doch wie alles, haben diese Systeme auch ihre Vor- und Nachteile, die man kennen sollte.

 


Was sind überhaupt Baukastensysteme?

Baukastensysteme sind Online-Tools, mit denen du Websites nach dem Drag-and-Drop-Prinzip erstellen kannst. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel Wix, Squarespace oder Ionos. Diese Plattformen bieten eine Auswahl an Vorlagen, die du ganz nach deinem Geschmack anpassen kannst. Farben, Bilder, Texte, Buttons sind mit einem Klick eingestellt. Du brauchst weder technisches Know-how noch ein Designstudium.

Ich selbst erstellte meine erste eigene Website mit dem Baukastensystem von Wix. Damals ging es für mich nur darum, meine Landschaftsfotografie zeigen zu können. Das war sogar noch vor dem Instagram-Hype 😀

Das Ergebnis war okay, für den Anfang hat es für mich vollkommen gereicht. 

Doch auch später, als ich immer mehr eine professionellere Seite brauchte, auf der ich die Hochzeits- und Portraitfotografie anbieten und meine Ergebnisse zeigen konnte, blieb ich bei Wix, da mich WordPress schlicht überforderte und ich keine Zeit und Lust hatte, mich dort einzulesen. 

Links: Erste eigene Website für Naturfotografie; Rechts: Website für Hochzeitsfotografie


Die Vorteile von Baukastensystemen

  1. Einfache Website-Erstellung – Du kannst deine Website in wenigen Stunden (oder sogar Minuten) erstellen, ohne dich in komplizierte Technik einzuarbeiten.
  2. Professionelle Design-Vorlagen – Schicke Layouts, die modern und ansprechend aussehen, ohne dass du dich selbst mit Designregeln herumschlagen musst.
  3. All-in-One-Lösung – Hosting, Wartung und oft sogar eine Domain sind direkt mit dabei. Das erspart dir viel Aufwand und zusätzliche Kosten.
  4. Sofort einsatzbereit – Kein mühsames Einrichten von Plugins oder Sicherheitsupdates wie bei WordPress.
  5. Kosteneffizient – Gerade für kleinere Projekte oder Einzelpersonen sind Baukastensysteme oft günstiger als eine individuell programmierte Website oder eine WordPress-Seite mit kostenpflichtigen Plugins und Themes.
  6. Kundensupport & Community – Die meisten Anbieter bieten umfangreichen Support oder Foren, in denen du schnell Hilfe bekommst.

Aber wo es Vorteile gibt, gibt es auch meist Nachteile

  1. Weniger Flexibilität – Du bist an das vorgegebene System gebunden. Falls du spezielle Funktionen brauchst, könnte es schwierig werden.
  2. Eingeschränkte Individualisierung – Klar, du kannst Farben und Bilder anpassen, aber wenn du wirklich ein einzigartiges Design willst, kommst du irgendwann an Grenzen.
  3. Abhängigkeit vom Anbieter – Dein Website-Projekt liegt komplett in den Händen des jeweiligen Dienstleisters. Falls der mal schließt oder seine Preise erhöht, hast du ein Problem.
  4. SEO und Performance – Manche Baukastensysteme sind nicht optimal für Suchmaschinen optimiert. Eine langsam ladende Seite kann sich negativ auf das Google-Ranking auswirken.
  5. Skalierbarkeit – Falls dein Projekt wächst und du zusätzliche Funktionen benötigst, kann ein Baukasten schnell an seine Grenzen stoßen. Ein späterer Wechsel auf ein anderes System kann umständlich – und kostspielig – sein.
  6. Eigene Domain oft kostenpflichtig – Viele Anbieter geben dir erst in einer kostenpflichtigen Version die Möglichkeit, eine eigene Domain zu verwenden. Ansonsten läuft deine Seite unter einer Subdomain des Anbieters, was für dein Branding und SEO weniger optimal ist.
 

Baukastensystem oder WordPress – Was ist besser?

Generell kommt es – wie immer – darauf an, was du brauchst. Wenn du schnell und unkompliziert eine Website erstellen willst, ist ein Baukastensystem super. Aber wenn du langfristig wachsen möchtest oder spezielle Funktionen brauchst, ist WordPress oft die bessere Wahl. WordPress bietet unendlich viele Möglichkeiten durch Plugins und Themes, benötigt aber auch mehr Einarbeitung, oder eben einen Webdesigner, der die Erstellung für dich übernimmt.

Ein weiterer Vorteil von WordPress ist die große Community: Für fast jedes Problem gibt es ein Plugin oder eine Anleitung, und du bist nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden. Allerdings musst du dich selbst um Hosting, Updates und Sicherheit kümmern – oder jemanden dafür engagieren.

Wann ist ein Baukastensystem die bessere Wahl?

  • Für kleine Unternehmen oder Selbstständige, die schnell eine einfache Online-Präsenz brauchen.
  • Für Hobby-Projekte oder Blogs, die keinen riesigen Funktionsumfang benötigen.
  • Für Online-Portfolios von Künstlern, Fotografen oder Designern, die eine optisch ansprechende, aber einfach zu erstellende Website möchten.
  • Für Events oder temporäre Seiten, zum Beispiel für Hochzeiten, Veranstaltungen oder Landingpages.

Fazit: Welcher Weg ist der Richtige für dich?

Wenn du keine Zeit für technischen Schnickschnack hast und einfach nur schnell eine schöne Webseite willst, ohne dich mit Details zu befassen – dann ist ein Baukastensystem perfekt. Wenn du hingegen mehr Kontrolle und Skalierbarkeit möchtest, lohnt es sich, in WordPress oder eine individuelle Lösung zu investieren.

Falls du noch unsicher bist, probiere einfach mal die Varianten aus – viele Baukastensysteme bieten kostenlose Testversionen an. Was auch immer du wählst – Hauptsache, deine Website wird genau so, wie du sie dir vorstellst 🙂

Und falls du Unterstützung beim Aufbau deiner Website brauchst, stehe ich dir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Schreib mir einfach über das Kontaktformular, dann finden wir gemeinsam die beste Lösung für dich, egal ob im Baukasten oder WordPress!

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